Thale am Harz & Umgebung
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Seilbahn zum Hexentanzplatz,  im Hintergrund ist der Sessellift zur Roßtrappe zu sehen
Thale
ist eine Stadt in Sachsen-Anhalt und liegt am nordöstlichen Rand des Harzes. Die Siedlung Thale muß am Anfang des 10. Jahrhunderts entstanden sein. Sie wurde erstmals 936 im Zusammenhang mit dem Kloster Wendhusen erwähnt. Seit 1445 lässt sich in Thale eine erste Eisenhütte nachweisen. Sie wurde nach Verödung im Dreißigjährigen Krieg 1648 als Berghaus zum Wilden Mann wieder aufgebaut, 1670 jedoch völlig zerstört. 1686 entstand eine kleine Hammerschmiede, aus der sich später eine neue Eisenhütte entwickelte, die besonders durch die Nähe von Erzvorkommen und Holz begünstigt war. Sie existierte bis 1714. 1740 wurde abermals ein neuer Betrieb eröffnet. Mit dieser Eisenhütte wuchs auch der Ort und die Zahl der Arbeiter: Während die Eisenindustrie im Jahre 1872 nur 350 Mann beschäftigte, waren es 1905 schon 4.400. Seit dem 19. Jahrhundert blühte der Fremdenverkehr in Verbindung mit dem radonhaltigem Wasser der Hubertusquelle auf, die 1836 erschlossen wurde. 1862 erhielt Thale Anschluss an die Eisenbahn, 1909 folgte eine Nebenbahn aus Blankenburg. 1922 erhielt Thale das Stadtrecht.
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Blick vom Hexentanzplatz zum Hirschgrund

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Bodetal

Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts war dieses urwüchsige schroffe Tal kaum begehbar. Die reißende Bode wurde damals noch nicht reguliert und hatte einen höheren Wasserstand. Da noch keine Wege ausgebaut waren, konnte man nur am Flussbett ins das Tal vordringen. Erst mit der zunehmenden Entwicklung des Fremdenverkehrs wurden um 1818 erste schmale Wanderpfade angelegt. Grenzsteine zeigen, dass die Bode einst ein Grenzfluss war. Die rechte Flussseite gehörte zum Königreich Preußen, die linke oberhalb des Bodekessel zum Herzogtum Braunschweig. Bereits 1937 wurde das Bodetal zwischen Thale und Treseburg (475 ha) zum Naturschutzgebiet erklärt.

Die Entstehung des Bodetals, einhergehend mit der Gebirgsbildung des Harzes, begann im Erdaltertum durch Ablagerungen mineralhaltiger verwitterter Gesteine (Sedimentgesteine) auf dem Meeresboden. Vor 300-285 Mill. Jahren, unter lebhaftem Vulkanismus, entstand dann mit Eindringen von Magma in feste Gesteine der Erdkruste und mehrfacher Gebirgsfaltungsprozesse, die Urform unseres Höhenzuges, das typische Granit- und kontaktmethamorphe Hornfelsmassiv "Rambergplateau". Eine letzte Gebirgsveränderung vor 70 Mill. Jahren, in dessen Folge die überschobenen Sedimente bis zur teilweise Freilegung der Erstarrungsgesteine abgetragen wurde, bahnte auch den Weg der Bode. Allein die Wasserkraft bestimmte von nun an die bizarre und schroffe Entwicklung des Bode-Kerbtales. 

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Ausflugsziele


Roßtrappe  Hufabdruck

Blick zum Roßtrappenfelsen 

Die Sage von der Roßtrappe

Einst begehrte der Riese Bodo die schöne Königstochter Brunhilde zur Frau. Sie aber wies den Freier und sein ungestümes Werben ab. Als Brunhilde nun eines Tages auf ihrem Roß durch die Wälder ritt und sich an der Natur erfreute, hörte sie plötzlich ein Stampfen, Unterholz brach, und Bodo näherte sich auf seinem Pferd. Er hatte Brunhildes Spur gefunden und verfolgte und bedrängte nun das Mädchen. Kreuz und quer jagte Brunhilde durch den dichten Wald, doch ihr Versuch, den Verfolger abzuschütteln, mißlang. Plötzlich stockte ihr Roß mit jähem Ruck. Vor Brunhildes Augen lag ein gähnender Abgrund. Inzwischen war Bodo in bedrohliche Nähe gekommen. Da gab die schöne Königstochter ihrem Pferd beherzt die Sporen und setzte damit zum Sprung über die tiefe Schlucht an. Der Sprung glückte. Tief grub sich der Huf des Rosses beim Aufschlag in den Felsen ein.

Brunhilde war gerettet, einzig ihre goldene Krone fiel während des Sprungs in die Tiefe hinab und versank sogleich in dem reißenden Fluß. Bodos Versuch, ebenfalls die andere Seite zu erreichen, schlug fehl. Er stürtzte mit seiem Pferd in den Abgrund und wurde als Strafe in einen Hund verwandelt. Man sagt, er bewache die Krone Brunhildes für ewige Zeiten auf dem Grunde jenes nach ihm benannten Flusses.

Weitere Informationen zur Roßtrappe finden sie hier!

Bergtheater auf dem Hexentanzplatz (oben)
Walpurgishalle auf dem Hexentanzplatz (rechts)
(nach oben)           Spielplan Bergtheater

Blick zur Bergstation der Seilbahn auf dem Hexentanzplatz
rechts:
Blick zum Hexentanzplatz aus dem Bodetal
Informationen zum Hexentanzplatz finden sie hier!

Teufelsmauer zwischen Neinstedt & Weddersleben
Informationen zur Teufelsmauer  finden sie hier!


Panoramablick über Thale von der Roßtrappe

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